kam als Tochter eines komponierenden Pianisten und einer schreibenden Malerin in Düsseldorf zur Welt. Bereits als Teenager wirkte sie in der von ihrem Vater Bernd Wiesemann gegründeten Arbeitsgemeinschaft Musiktheater mit: Geigend, per Stoppuhr und Millimeterpapier, Wassereimer und Würfel, lernte sie auf diese Weise die zeitgenössische Musik hautnah kennen, aber auch das Leben und Arbeiten mit den vielfältigen, sich gegenseitig durchdringenden künstlerischen Ausdrucksformen.
Nach dem Abitur absolvierte Mirjam Wiesemann die Schauspielschule. Neben ihren Theaterengagements wirkte sie in diversen Film- und Fernsehproduktionen mit. Ihre bekannteste Filmrolle spielte sie in Helge Schneiders Film Texas – Doc Snyder hält die Welt in Atem, in dem sie die Rolle des Edelfräuleins verkörperte. Sie interessierte sich insbesondere für die Mitwirkung in Theater- Uraufführungen zeitgenössischer Autoren (u.a. Dieter Forte, Klaus Wirbitzky, Jens Prüss, Rolfrafael Schröer)
Darüber hinaus arbeitete sie als Co-Autorin für Drehbuch- und Theaterprojekte und veranstaltete Lesungen.
2004 gründete sie gemeinsam mit Vera Forester und Ingo Schmidt-Lucas die Hörbuchreihe Wort&Musik von Cybele Records, deren künstlerische Leiterin sie ist. Innerhalb dieser Reihe entstanden u.a. die Produktionen Tangogeschichten von Katrin Dorn, Ich möchte lachen vor Todesschmerz – Robert Schumanns letzter Weg von Vera Forester, Als hätte die Stille Türen von Urs Faes, Vom Mädchen das nicht schlafen wollte von Martin Baltscheit mit Musik von Studenten der Kinder-Kompositionsklasse David P. Graham, Die Prinzessin von und mit Arnold Schönberg sowie Der Kopf des Georg Friedrich Händel von Gert Jonke.
2010 erschien Mirjam Wiesemanns Hörbuch Auf Flügeln in die Tiefe- Geschichten vom Aufwachsen, mit eigenen Erzählungen und Musik.
2009 eröffnete Mirjam Wiesemann mit ihrem Ehemann Ingo Schmidt-Lucas die Edition Künstler im Gespräch, die sie inhaltlich und als Gesprächspartnerin der Künstler und Zeitzeugen mit gestaltet:
Volume 1 erschien 2009 unter dem Titel Karl Amadeus Hartmann und das Streichquartett. 2010 folgte Volume 2, Hans Erich Apostel und das Streichquartett, 2011 Hans Werner Henze und das Reqiem und 2012 Pierre Boulez und das Klavier.
Mirjam Wiesemanns Produktionen erhielten mehrere Auszeichnungen, u.a. den Deutschen Hörbuchpreis 2011, den Deutschen Musikpreis ECHO Klassik 2009 und 2010, den Medienpreis LEOPOLD 2009/10 („Gute Musik für Kinder“) sowie Nominierungen für den Deutschen Hörbuchpreis (2007 und 2010).
2012 entwickelte Mirjam Wiesemann gemeinsam mit der Schauspielerin Ute Maria Lerner das abendfüllende Comedyprogramm Chakrenreinigung de Luxe – Cosmic Comedy mit Ma Shanti Miranda und Uma Sana Devi. Eine humorvolle und kritische Beschäftigung mit spirituellen bzw. esotherischen Themen und deren manchmal fragwürdigen Auswüchsen.
2013 folgt Volume 5 der Edition Künstler im Gespräch unter dem Titel: Jacqueline Fontyn und das Orchester.